Der Unterschied zwischen Hands On und Hands Off!

Blogbeitrag zur 6. Folge des Podcasts Affenzrikus.

Michi mit drei Babyaffen

Freiwilligenarbeit ist ein komplexes Thema.

Hier begegnen Dir vermutlich Begriffe, die Du so vielleicht noch nicht kanntest. Vor allem der Unterschied zwischen sogenannten „Hands On“ und „Hands Off“ Projekten ist vielen Menschen, die helfen möchten, nicht klar. Selbst wenn man den Unterschied googelt, stößt man auf keine hinreichende Antwort oder genaue Definition. Daher erkläre ich Dir heute den Unterschied der beiden Arbeitsweisen und welche Aufgaben Dich jeweils erwarten werden.

Hands On Projekte

Vor allem Jungtiere benötigen oft eine individuelle Betreuung und müssen persönlich aufgezogen werden. In einem Hands On Projekt ist genau das – füttern, umsorgen, waschen und wiegen – Teil Deiner Arbeit, obgleich Du noch immer hauptsächlich für andere Aufgaben verantwortlich bist. Denn auch wenn Hands On grundlegend bedeutet, dass dies möglich ist, kann nicht garantiert werden, dass immer Jungtiere vor Ort sind. Auch zu älteren oder ausgewachsenen Tieren wirst du keinen direkten Kontakt haben. Alles, was diese Bezeichnung aussagt, ist, dass es möglich ist, dass Du in die Aufzucht der Jungtiere integriert wirst.
Als Helfer in einem Hands On Projekt bist Du jedoch vor allem für die Fütterung der Tiere, die Säuberung der Gehege und alltägliche Aufgaben verantwortlich.

IMG_4962

Hands Off Projekte

Bei Hands Off Projekten steht man in keinem direkten Kontakt zu den Tieren. Zwar haben auch Hands Off Stationen immer wieder Jungtiere, die dann allerdings von ausgebildeten Fachkräften aufgezogen werden. Ein Grund dafür ist, dass manche Affenarten sehr sensibel sind und sich leicht Krankheiten einfangen. Eine ständig wechselnde Bezugsperson würde das Erkrankungsrisiko stark erhöhen. Daher werden beispielsweise Orang-Utans oft nur mit Mundschutz und Handschuhen betreut, um sie keiner Gefahr auszusetzen.
Als Helfer in einem Hands Off Projekt beobachtest Du die Tiere mehr und hilfst neben dem Monitoring beim Säubern, Lagern und Zubereiten von Nahrung.

 

Was bei all dem jedoch nicht vergessen werden sollte, ist, dass Tierschutz vor allem Tiere schützen soll.

Wenn es Dir am Herzen liegt, beispielsweise Orang-Utans zu schützen, dann sollte es Dich nicht abschrecken, dass Du häufig nicht im direkten Kontakt mit ihnen stehst.

Denn beim Helfen geht es mehr um Geben als um Nehmen! Und das solltest Du immer im Hinterkopf behalten: Das Wohl der Tiere, die Natur und die Wildnis, ihr freier Willen und der Respekt vor allem stehen an oberster Stelle!

 

Möchtest Du mehr zu dem Thema erfahren? Dann lass Dich in meinem Podcast Affenzirkus sehr gerne von mir in den afrikanischen Dschungel entführen!

 

Podcast Cover Folge 6