Stories behind the pictures - Eine traurige Wahrheit!

Blogbeitrag zur 21. Folge des Podcasts Affenzrikus.

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Ich liebe meine Arbeit!

Es gibt nichts Schöneres, Wertvolleres und Sinnvolleres für mich, als mein Leben den Affen und ihrem Schutz zu widmen. Die Eindrücke, Erfahrungen und Erinnerungen, die ich dabei mache und sammle, sind unbezahlbar!

Dennoch möchte ich, dass wir eines nicht vergessen: Die Geschichten, die hinter meinen Bildern stecken. Geschichten, die von Tod, Trauer, Misshandlung und Schmerz erzählen. Von kleinen Babys, die schwer traumatisiert sind, von Pavianen, die jahrelang an einer Kette gehalten wurden, von Meerkatzen, die zu Kunststücken gezwungen wurden, von Affentruppen, die grundlos nach und nach getötet wurden.

Geschichten, die das Herz nicht berühren, sondern brechen!

Graham

Manche Geschichten erzählen von Affen, die so traumatisiert sind, dass sie es nicht schaffen. Graham war ein Pavian, der nach 4 Jahren Gefangenschaft zu uns gebracht wurde. Am Bein hatte er eine schwere Vernarbung, wo die Kette, die ich hielt, immer wieder für Verletzungen gesorgt hatte. Schon am ersten Tag war Graham so verhaltensauffällig, attackierte immer wieder sein eigenes Bein und fand keine Ruhe. Auch wenn er die Kette nun endlich los war, in einem großen Einzelgehege lebte und nach und nach an seine Artgenossen gewöhnt werden sollte, verstarb er.

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Gatsby

Der kleine Gatsby hingegen wurde mit gebrochenem Arm abgegeben. Wie auch viele andere Tiere musste er damit nicht nur sein seelisches Trauma überwinden, sondern sich auch noch von den physischen Strapazen erholen. Verletzte Affen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Oft werden Hunde auf Affentruppen gehetzt, um sie zu vertreiben. Oft wird aber auch auf Affen geschossen, die dann schwer verletzt zurückbleiben. Manchmal kommt es zu Autounfällen mit den Tieren und manchmal gelangen kleine Affen über den Schwarzmarkt in falsche Hände und werden absichtlich gequält – Und letzteres passiert leider noch so viel öfter als man denkt! Gatsby hatte ein gebrochenes Ärmchen, doch mit viel Liebe und Fürsorge schaffte er es. Heute ist er ohne Gips unterwegs und klettert genauso frech wie die anderen Affen durch Bäume und Sträucher.

 

Viele unserer Schützlinge haben ihre Mama, ihre Truppe, ihren Lebensmut verloren und einem kleinen Tier in die Augen zu blicken und pure Angst und Hoffnungslosigkeit zu sehen, ist herzzerreißend.

 

 Doch auch wenn sie nicht wählen konnten, so können wir eine Entscheidung treffen: Affen zu schützen, aktiv zu werden und die großen und kleinen Tierschützer dieser Welt zu unterstützen!

 

Möchtest Du mehr zu dem Thema erfahren? Dann lass Dich in meinem Podcast Affenzirkus sehr gerne von mir in den afrikanischen Dschungel entführen!

 

Podcast Cover Folge 21